Ein Dank an meine Familie

Es gibt Menschen, die kennen einen schon seit man ein Baby war. Sie haben vielleicht das erste Wort gehört, die ersten Schritte gesehen, sich immer wieder gewundert, wie schnell die Zeit vergeht. Einen mal mehr, mal weniger auf seinem Weg begleitet. Das heißt nicht, dass sie alles über einen wissen, oder einen immer verstehen. Man sagt ja auch nicht immer alles, und versteht manchmal selbst nicht, was da in einem vorgeht. Manchmal hat man das Gefühl, sie verstehen einen überhaupt nicht. Dann denkt man wieder, sie können einen lesen wie ein offenes Buch.

Manchmal verliert man sich aus den Augen. Hat Probleme, die man allein bewältigen will oder muss. Ist abgelenkt, weil so vieles um einen herum und in einem drin passiert. Versucht, sich selbst und seinen Platz in der Welt zu finden.
Ich war lang auf dieser Suche. Bin oft hingefallen, über meine eigenen Füße gestolpert, hab Mist gebaut und Mist erlebt. Irgendwie bin ich wohl zwischen all dem Chaos erwachsen geworden. Weiß, wer ich bin, was ich will und hab eine Idee, wo mein Weg hinführen soll. Und dennoch kämpfe ich mich immer noch durchs Leben wie ein Kind in einem Spiel ab 18, ohne Anleitung, ohne Übungslevel und ohne Pauseknopf.

Aber da sind noch diese Menschen. Menschen, die mich trotz allem wieder aufgenommen haben, als wäre nichts gewesen. Als wäre ich nie fort gegangen. Menschen, die mich akzeptieren, so wie ich bin. Die sich freuen, wenn ich glücklich bin, was auch immer es dafür braucht. Menschen, mit denen ich reden kann, obwohl das alles schwer zu verstehen ist. Ich habe wieder ein Zuhause, fühle mich geliebt. Und wenn ich mit ihnen zusammen bin, kann ich durchatmen. Mir die kurze Verschnaufpause nehmen, die ich so dringend brauchte all die Jahre.

Dafür, und noch vieles mehr, will ich danke sagen. Von ganzem Herzen.

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